1974 wurde das Figurentheater Kirchdorf (damals Kirchdorfer Puppenbühne) mit Unterstützung des Theaters Kirchdorf von Eva Bodingbauer als Wandertheater gegründet.
Es entstanden Stücke nach Märchen, Sagen, Kinderbüchern, die Gemeinschaftsproduktionen waren. Fortbildungskurse regten an, neues zu versuchen. Das Niveau der Aufführungen stieg, die Erwartungen und Ansprüche des Publikums stiegen mit, die Einladungen zu Gastspielen mehrten sich. Das Figurentheater Kirchdorf bestritt lange Jahre hindurch in der Vorweihnachtszeit Aufführungsserien im Landeskulturzentrum Ursulinenhof und nahm immer wieder an verschiedenen Figurentheaterfestivals im In- und Ausland teil. (Königswinter,D; Mistelbach, Wels, Wies- alle Ö)

Jedes Jahr entstand eine neue Produktion mit gänzlich neuer Ausstattung. Anfänglich wurden die Figuren gemeinschaftlich hergestellt. Bei den Produktionen „ Kleiner König riesengroß“, „Ein Sommernachtstraum“, „Nils Holgerssons wunderbare Reise“ und „Küssen nicht erlaubt“ ist Rosa Teutsch für den Entwurf und zum größten Teil auch für die Ausführung der Puppen verantwortlich.
Das Anwachsen des Puppenfundus regte an, Figurenausstellungen zu machen
.
1988 wurde gemeinsam mit dem Theater Kirchdorf das Amateurtheaterfestival ANIMA – FOKUS in Kirchdorf organisiert.

1993 bezogen Theater und Figurentheater Kirchdorf gemeinsam eine eigene Spielstätte , das „Theater in der Werkstatt“. Ab diesem Zeitpunkt wandelte sich das Wandertheater in ein Theater mit festem Haus. Die Gastspiele wurden eingeschränkt, die Produktionen auf die Bedingungen im Haus konzipiert.

1994 und 2004 wurden aus Anlaß des zwanzigjährigen und dreißigjährigen Bestehens jeweils eine Figurenausstellung und ein Figurentheaterfestival in Kirchdorf organisiert.

Höhepunkte der Theatergeschichte bildet jeweils die Zusammenarbeit mit dem Theater Kirchdorf.
So nahmen wir in dieser Zusammenarbeit als einziges Amateurtheater mit der Eigenproduktion „Waidmannsheil oder Meuchelmord in Molln“ am Festival der Regionen zum Thema „Heiße Heimat“ teil.
Eine weitere Zusammenarbeit – „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare brachte überregionale Beachtung.

Die Produktion des Figurentheaters Kirchdorf „Küssen nicht erlaubt“ unter der Regie von Johanna Horcicka fand beim Figurentheaterfestival ANIMA 2005 große Beachtung.